Geschichte

Unter der Bezeichnung «Cooperative Nabelschnur» führte die Familie Grosswiler in Mellingen mit Unterstützung der Aargauischen Pflegekinderaktion Ende der 70-er Jahre auf privater Basis eine Wohngemeinschaft, in welcher 4–6 Jugendliche, welche sich in Notsituationen befanden, aufgenommen wurden.

Da die Betreuungsintensität und der 24-Stundenbetrieb die Familie Grosswiler längerfristig überforderte, wurden ihrerseits 1981 verschiedene Sozialstellen kontaktiert. Angesichts des bestehenden Bedarfs bildete sich eine Arbeitsgruppe, die sich mit den Möglichkeiten einer neuen Trägerschaft befasste und die Statuten für einen zu gründenden Verein sowie ein erstes Konzept für die Weiterführung der Wohngemeinschaft erarbeitete.

Am 21. Januar 1982 wurde in Baden der «Verein Betreute Wohngemeinschaften für Jugendliche im Kanton Aargau» ins Leben gerufen und ein Vorstand bestellt.
Um die Finanzierung langfristig gewährleisten zu können, richtete der Verein im Juli 1983 an das Erziehungsdepartement des Kantons Aargau das Gesuch um Anerkennung der Wohngemeinschaft als subventionsberechtigte Institution im Sinne des Erziehungsheimgesetzes. Am 3. September 1984 erging die Anerkennung durch den Regierungsrat des Kantons Aargau. Gestützt darauf wurde nach einer geeigneten Liegenschaft gesucht. Am 15. Oktober 1985 konnte in Mülligen in der Siedlung Chleematte die Sozialpädagogische Wohngruppe Chleematt eröffnet werden und ihren Betrieb aufnehmen.

Obwohl die Wohngemeinschaft ursprünglich für schulentlassene Jugendliche gedacht war, drängte sich auf Grund der Anfragen eine Öffnung für noch schulpflichtige Kinder und Jugendliche, vorab solcher in den letzten Schuljahren, auf. Ebenfalls zeigte sich, dass im Kanton Aargau nur ein ungenügendes Platzangebot für weibliche Jugendliche bestand, so dass in Folge eine reine Mädchenwohngruppe weitergeführt wurde.

Da sich die räumlichen Gegebenheiten der Wohngruppe Chleematt in Mülligen als zunehmend beengend erwiesen, war es erneut notwendig geworden, für die Wohngruppe andersweitig eine dem Bedarf entsprechende neue Unterkunft zu suchen. Seit 1998 hat die Wohngruppe Chleematt deshalb ihren Standort in einer ruhigen Wohnzone von Kölliken AG, wo sie über ein grosses Haus mit Garten verfügt.

Am 31.12.2005 löste sich der Verein auf und die nachfolgende Trägerschaft wurde ab dem 1.1.2006 die Stiftung Frauenhaus Aargau-Solothurn. Vom Kanton Aargau als Kinder- und Jugendheim anerkannt, untersteht die WG Chleematt der interkantonalen Heimvereinbarung.

 

Sozialpädagogische Wohngruppe Chleematt | Wolfgrubenstrasse 69 | Postfach 61 | 5742 Kölliken
Telefon 062 724 95 60 | Fax 062 724 95 61 | e-mail chleematt@chleematt.ch